Hüftgelenksdysplacie

„Dysplacie“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Fehlbildung“. Hyftgelenksdysplacie ist also eine Fehlbildung des Hüftgelenks. Das Hüftgelenk verbindet den Hüftknochen mit dem Oberschenkelknochen und muss deshalb sehr beweglich und belastbar sein.



Ein Kugelgelenk wird diesen Anforderungen am besten gerecht. Der Gelenkkopf am Ende des Oberschenkelknochens liegt in der Gelenkschale der Hüfte und gleitet in ihr in verschiedene Richtungen. Umliegende Bänder und die Gelenkkapsel sorgen für die nötige Stabilität. Die Gelenkränder müssen einen Großteil des Gelenkkopfes einschließen, damit dieser bei bestimmten Bewegungen nicht aus der Pfanne springen kann. Der oben liegende Teil der Gelenkpfanne, das Pfannendach, ist dabei von großer Wichtigkeit, denn es trägt beim stehen einen großen Teil des Körpergewichts.

Bei der Hüftgelenksdysplacie ist der Hüftkopf nicht ausreichend gesichert, weil die Gelenkpfanne zu flach ist. Aus diesem Grund kann der Hüftkopf bei Muskelzug oder unter Belastung nach oben aus der Gelenkpfanne rutschen. Etwa 2 – 4 % aller neugeborenen Kinder in Deutschland leiden unter dieser Fehlbildung, die damit zu den häufigsten Fehlbildungen unter Neugeborenen zählt. Mädchen sind weitaus mehr von der Hüftgelenksdysplacie betroffen als Jungen.



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